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Antalya - eine türkische Ereignisstadt


Wer seinen Urlaub an der türkischen Riviera verbringt, der wird immer auf dem Flughafen von Antalya landen, in einen Bus steigen, um in sein Hotel gebracht zu werden. Sonne Strand und Meer - vom Frühling bis zum Herbst!

Aber das darf eigentlich nicht alles sein, denn zu viel bietet die gesamte Küstenregion und ihre Hauptstadt Antalya, die einen abwechslungsreichen und interessanten Besuch garantiert. Nicht zu vergessen, nirgendwo an der Küste kann man besser einkaufen und nirgendwo sonst hat man eine größere Auswahl.

 

 

Eines soll jedoch gleich erwähnt werden: Nirgendwo sonst muss auch so hartnäckig gehandelt werden. Etwa 50 Prozent des erstgenannten Preises sind realistisch.

 

Die Stadt Antalya und die türkische Riviera

 

Antalya ist eine Stadt, die vom Kontrast der Tradition und der Moderne geprägt ist - und Antalya ist ein so genanntes "Boom Town": laut, geschäftig und ein Verkehrschaos allererster Güte. Der Gründer der heutigen Türkei, Atatürk, bezeichnete bereits im Jahre 1920 Antalya als die "schönste Stadt der Türkei" - aber das muss wohl auf einer Wahlkampfveranstaltung gewesen sein, wenn man auch andere türkische Städte kennt.

Heute hat man diesen Eindruck auf den ersten Blick überhaupt nicht. Langweilige Hochhäuser, zum Teil seit Jahren Bauruinen - das sieht man, wenn man durch die Vorworte der Stadt fährt. Aber das ist in anderen Großstädten auch nicht anders.

Das Bild verändert sich jedoch schlagartig, wenn man in das historische Zentrum Antalyas kommt, das praktisch am Busbahnhof (Otogar) beginnt. Jetzt kommt Atmosphäre auf, kurz gesagt, jetzt wird es türkisch wie aus dem berühmten Bilderbuch.

 

Umgeben von einer gewaltigen Stadtmauer, die man zum Teil begehen kann, laden kleine, wie Schmuckstücke herausgeputzte Gässchen zum Bummeln ein. Kleine Geschäfte und noch kleinere Lokale wechseln sich ab. Herrlich restaurierte Holzhäuser aus osmanischer Zeit, neben Holzhäusern, die dem Verfall preisgegeben sind.

Erreicht man dann den herrlichen alten Hafen (eski yat limani), umgeben von Stadtmauer und Steilküste, erwarten den Gast zahlreiche Ausflugsboote, die ziemlich misslungen Historisches vortäuschen. Aber eine Fahrt an Antalyas Küste entlang bis zum berühmten Wasserfall, sollte man unbedingt machen.

 

Die Kulisse der Stadt, mit dem Taurusgebirge im Hintergrund, bietet herrliche Perspektiven. Im alten Hafen selbst haben sich verschiedene Restaurants niedergelassen, und man ist erstaunt, dass man hier ausgezeichnet essen kann, und zwar zu wirklich günstigen Preisen, die im Winter praktisch halbiert werden.

In einem der zum Hafen führenden Gässchen befindet sich eine Moschee, die man problemlos in entsprechender Kleidung und ohne Schuhe besichtigen kann. Wieder oben im Zentrum angekommen fallen Straßenbahnen auf, die einem vielleicht bekannt vorkommen: Sie stammen allesamt aus Antalyas Partnerstadt Nürnberg.

 



Die ganze Stadt wird jedoch von ihrem Wahrzeichen überragt: Mitten Stadtzentrum ragt das Minarett der Yivli-Minare-Moschee empor, das im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Eines der beliebtesten Fotomotive der Touristen und Stolz der gläubigen Muslime. Stolz ist die Stadt auch auf das Hadrianstor an der Atatürk Caddesi, aber es nicht gesehen zu haben, ist kein großes Versäumnis.

Unverzichtbar ist jedoch ein Basar-Besuch. Der alte Basar wird von Gold- und Silberwaren oder Teppichen dominiert. Nicht weit entfernt ist der große Basar mit unzähligen Gold-, Leder- und Textilläden. Ein Höhepunkt ist der praktisch daneben liegende Gewürzmarkt - ein sensationelles Geruchserlebnis. Hier gibt es aber auch hervorragendes Obst. Man wird überall angesprochen, und jeder will etwas verkaufen, das kann sehr lästig sein, aber man muss es mit Humor nehmen, dann macht ein solcher Bummel auch richtig Spaß. 

 

 

 



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