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Das bunte Treiben - die Basare in der Türkei


Der Besuch in einem Basar gehört zum Urlaub in der Türkei wie das Trinken von Tee oder der Besuch in einer der zahlreichen Moscheen. Hier kann man sich von dem bunten Treiben einfach mitziehen lassen, die vielen Farben und Gerüche einatmen und sich von der Vielfalt der Waren und Menschen gleichermaßen in eine andere Welt entführen lassen. Nirgends kann man so nah und interessant dem türkischen Volk in die Geschichte und Moderne gleichzeitig sehen.

Das Wort Basar kommt ursprünglich aus dem persischen und bedeutet soviel wie Markt oder Handelsplatz. Und genau das ist es auch, denn hier werden Waren aller Art angepriesen, von Lebensmitteln bis zu Büchern, Teppichen oder Kleidung.

 

Meist sind die Waren in Straßen aufgeteilt wie Schuhstraße, Gewürzstraße oder Lederwarenstraße. Hier liegt ein Geschäft neben dem anderen, gehen teils fast in einander über und die Händler sitzen bei einem Spiel oder Tee auf einem Hocker und warten auf Kundschaft. Das Interesse der Touristen ist groß und es passiert leicht, dass man angesprochen wird, die Ware vor einem ausgebreitet und angepriesen, obwohl man eigentlich ja nur an dem Geschäft vorbei gehen wollte.

 

 

 

Händler, die Ware anbieten, wo das aussuchen länger dauern kann wie Kleidung oder auch Teppiche, bieten oft nach kurzer Zeit einen Tee an, machen es dem Kunden \\'gemütlich\\', dass er sich Zeit nimmt und genau wählt. Denn dem Händler ist es wichtig, dass er den Käufer zufrieden stellt, er könnte ja wieder kommen und sogar Freunde vorbei schicken.

Der bekannteste Basar in der Türkei ist der Gran Bazar in Istanbul. Er ist eine riesige überdachte Fläche, mit über 4.000 Geschäften, wunderbar bemalten Deckengewölben hauptsächlich in gelb gehalten, gekachelten Wänden, kleinen Brunnen und zahlreichen Cafés, in denen man sich ausruhen und dem Treiben zu sehen kann.

 

Hier gibt es alles, was ein Urlauberherz zu kaufen begehrt: Schmuck in Gold, Silber oder Kupfer, Teppiche aus Kunstfaser, Wolle und Seide, handgearbeitete Lederbekleidung, duftende Gewürze, bunt bemalte, wunderschöne Keramik, echte und unechte Antiquitäten, Stoffe aus allen Qualitäten und vieles mehr.
Auf dem daneben liegenden Ägyptischen Markt gibt es nur Essenswaren, von frischem Fisch über Obst und Gemüse, frischem Brot und Ziegenköpfen.

Die Basare ähneln sich im allgemeinen überall in der Türkei. Man sollte jedoch ein paar Dinge vor einem Besuch wissen. Die Basare in der Nähe von Touristenzentren sind meist auch auf diese abgestimmt, nicht immer werden handgearbeitete Dinge angeboten, sondern Fabrikwaren, die wie selbstgemacht aussehen. Markenprodukte, die sehr billig sind, sind meist Imitationen und bei Antiquitäten und Teppichen sollte man sehr aufpassen und nach Möglichkeit einen Kenner dabei haben.

 

 


Wichtig ist das feilschen und handeln um den Preis. Alles sollte mit der Hälfte des vom Händler vorgeschlagenen Preises beginnen und in der Mitte sollte eine Einigung kommen. Mit freundlichem aber bestimmten Feilschen und viel Gerede und Gelächter ist man der willkommene Kunde. Ein Nichthandeln wird leicht als unhöflich und arogant angesehen.


Bei Teppichen sollte man darauf achten, dass der Händler auch das Verschicken übernimmt und ein Zertifikat ausliefert.
Schmuck, insbesondere Gold, ist in der Türkei sehr günstig und die Auswahl ist riesig.

Ein Besuch auf einem Basar ist unerlässlich.

 



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