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Istanbul - die heimliche Hauptstadt der Türkei

 

 

Istanbul, die Stadt am Bosporus, verstehen zu wollen, ist beinahe unmöglich. Wo soll man beginnen, wo soll man enden? An der unglaublichen osmanischen Architektur oder an den modernen voll verglasten Bürohäusern? Mit welchem Stadtteil beginnen, jeder einmalig in seiner Art. Oder ist es Pflicht, den "Großen Basar" an den Anfang zu stellen?

 

Istanbul die Hauptstadt der Tuerkei

 

Nein, Istanbul beginnt am Bosporus. Dort, wo die überdimensionale Bosporus-Brücke Europa mit Asien verbindet. Dort wo die Galata-Brücke die Einheimischen wie ein Magnet anzieht, wenn die Sonne am Horizont verschwindet. Dann ist auch Eminönü mit seinen lebendigen Basarstraßen plötzlich ein Ort der Ruhe.

Tagsüber jedoch, in den schmalen Gassen, wo die Häuser sich berühren, duftet es nach gegrilltem Fleisch oder nach dem türkischen Geruch von frisch geröstetem Kaffee.

 

 

 

Die Istanbuler Altstadt lebt. Ständig etwas Neues für die Nase, frisch gemahlener Pfeffer verbreitet sich überall, und der Duft von unbekannten Gewürzen vernebelt einem die Sinne. Die Einheimischen sagen, dies sei das Parfüm der Stadt. Diese Düfte begleiten den Besucher der Stadt auf allen seinen Wegen.

Jeder Blick ist ein Blick zurück in die wechselvolle Geschichte der Stadt, die einstmals Konstantinopel hieß. Prachtbauten aus osmanischer Herrschaft. Und ein unverzichtbarer Höhepunkt im europäischen Stadtteil das Unesco-Welterbe "Hagia Sophia" und die "Blaue Moschee", die eigentlich "Sultan-Ahmet-Moschee" heißt, doch ihrer Fliesen wegen "Blaue Moschee" genannt wird. Ein Prachtbau, der repräsentative Macht in reinster Form symbolisiert, und einzige Moschee der Welt, die sechs Türme zeigen kann.

Die "Hagia Sophia" ("Kirche der Weisheit") aus dem Jahre 537, einst bedeutende Reichskirche des Imperium Romanum, ist schon der riesigen Kuppel von 33 Metern Durchmesser wegen eine architektonische Sensation. Sie war die Krönungskirche der oströmischen Kaiser.

 

Ab 1453 wurde sie zur Moschee umfunktioniert und mit vier Minaretten umrahmt, heute ist sie ein Museum. Wer die "Hagia Sophia" besucht, sollte auf ihre Galerie und bekommt einen der schönsten Ausblicke auf die Stadt, die niemals zu schlafen scheint.

Fehlt noch der Topkapi aus dem Jahre 1459, einst Hauptresidenz (Serail) der Sultane des Osmanischen Reiches. Noch bis 1923 herrschte hier ein Sultan, ehe Atatürk Staat und Religion voneinander trennte und die heutige Türkei schuf.

 

Heute ist der Topkapi ein Museum: eine riesige Anlage mit Wohn- und Herrschaftshäusern der ehemaligen Sultane. Mit Harem (heute ohne Damen) und Schatzkammer sowie echten Haaren des Propheten Mohammed, aber auch einem Diamanten mit 86 Karat.

 



Wenn letztmals am Tage die Muezzine zum Gebet rufen, dann sieht man ältere Herren, die sich vor dem Eingang zur Moschee Hände, Arme und Füße waschen. Genau zur selben Zeit steppt in Beyoglus der Bär. Man glaubt, die ganze Jugend Istanbuls würde die Muezzine ignorieren. Von überall her dringt die typische türkische Musik zu der man tanzt, und internationale Popmusik hat keine Chance sich hier zu behaupten.

In dieser Gegend trifft sich Istanbuls junge Generation, die Hoffnung auf bessere Zeiten. Sie flanieren auf Beyoglus berühmter Istiklal Caddesi, der Straße der Unabhängigkeit. Was für Kontraste: eine Einkaufsmeile der jungen Türken mit Geld und verarmte Rentner, die für einige Cents Papiertaschentücher verkaufen wollen. Und an ihnen vorbei fährt die alte rote Straßenbahn vom südlichen Teil der Caddesi in ein anderes Zentrum der Stadt, den Taksim-Platz.

Ein weiterer Ausflugszielpunkt ist der Große Basar. Man muss viel Zeit mitbringen, wenn man hier bummeln möchte. Unvorstellbar das Angebot an Schmuck, Stoffen, Teppichen oder Lederwaren. Etwa 4500 Läden und Werkstätten, das ist Türkei pur – und alles hat etwas vom Märchen aus 1001 Nacht.

 

 



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