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Ihr Reiseführer für Türkei

Hamam
Kalksinterterrassen

Die türkische Agäis

 

Die türkische Agäis zwischen Dalaman im Süden - dort befindet sich auch der Flughafen der Region - und Burhanyie, Ören und Canakkale im Norden ist eine der reizvollsten Küstenregionen im gesamten Mittelmeerraum.

 

Nicht nur landschaftlich bietet sie durch ihre zerklüfteten Buchten und langen Sandstrände jede Menge Abwechslung, sondern auch ihre kulturelle und geschichtliche Bedeutung ist imposant, spiegelt sie doch in großen Teilen die Entwicklung der abendländischen, beziehungsweise christlichen Kultur wider.

 

So befindet sich in der Nähe der größten Stadt an der Ägäischen Küste im Westen der Türkei, der Stadt Izmir, unter anderem das Grab von Maria, der Mutter Gottes und die antike Stadt Ephesus. Bereits 1000 vor Christus begann die Besiedelung des Ortes und die Badeanlangen, die herrschaftlichen Gebäude und besonders die Bibliothek von Ephesus zeugen noch heute von dem Wohlstand der über 1000 Jahre dort wohnte.

 

 

 

In ihrer Hochblüte war die Bibliothek von Ephesus neben ihrer kulturellen Schwester in Alexandria die größte der Welt. Seit Jahren wird dort unter österreichischer Leitung weiter gegraben und stellt heute eine der best erhaltensten Städte der Antike weltweit dar.
Unweit von Ephesus, etwa 20 Minuten mit dem Dolmus, dem türkischen Minibus, der auf vielen Strecken das Hauptverkehrsmittel dastellt, befinden sich die berühmten Kalksteinterrassen von Pamukkale. Letzteres bedeutet Baumwollschlösschen, und wer sie einmal gesehen hat, weiß woher der Name stammt und wird sie wohl auch nie mehr vergessen.


Kaskadenartig ergießt sich sehr stark kalkhaltiges Wasser über die Berghänge und hat im Laufe der Jahrtausende terrassenartige Ablagerungen gebildet, die weiß in der Sonne glitzern. Ein Schloss aus Baumwolle eben. Rund um die Quelle existiert ein antikes Bad, das noch heute benutzt werden kann und nachweislich Heilung für einige Hautkrankheiten verspricht.


Weiter Richtung Norden stößt man dann schließlich noch auf die antiken Überreste des legendären Trojas, das zu Beginn des letzten Jahrhunderts von Heinrich Schliemann entdeckt wurde. Obwohl historisch der immanente Wert dieser Ausgrabung nicht zu leugnen ist, ist sie nicht mit der Komplexität von Ephesus zu vergleichen.
Tief im Süden liegen die beiden touristischen Zentren Bodrum und Marmaris.

 

Die beiden Hafenstädte haben sich in den letzten Jahren zu angesehenen Touristikhochburgen entwickelt, ohne dabei ihren Charme als Fischerdörfer einzubüßen. Zahlreiche, stattliche Yachten säumen die Kaimauern und bilden einen schönen Kontrast zur historisch anmutenden Flaniermeile entlang dieser beiden Städte an der Ägäischen Küste in der Türkei.

 

 


Nicht versäumen sollte man auch einen Besuch der Hafenstadt Fethiye und der 15 Kilometer entfernten, heute unter Naturschutz stehenden, Lagune Ölu Deniz, was Totes Meer bedeutet. Doch tot ist es hier ganz und gar nicht. Schon vor ein paar Jahren sind hier zahlreiche Ferienorte rund um die blaue Lagune mit ihrem herrlich weißen Sandstrand entstanden, wie zum Beispiel Hisarönü Köy.

 

Nicht nur für Wassersportfans bleiben hier keine Wünsche offen, sondern auch Paragleider kommen hier auf ihre Kosten. Der angrenzende Berg Baba Dagi bietet mit seinen 1900 Höhenmetern dafür ideale Voraussetzungen. Auch Tandemsprünge sind hier möglich.
Die Vielseitigkeit der Ägäischen Küste in der Türkei ist sowohl in kultureller als auch in geschichtlicher und landschaftlicher Hinsicht kaum zu überbieten.

 

 



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