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Südägäis


In der türkischen Stadt Fethiye beginnt einer der schönsten Küstenabschnitte der Welt - die Südägäis. Zerklüftet wie kaum eine andere Küste erstreckt sie sich von Fethiye bis Marmaris in der Provinz Mugla.


Fethiye erhielt seinen Namen von einem Fliegerpiloten aus dem ersten Weltkrieg. In der Antike war die Stadt unter dem Namen Telmessos bekannt und Zentrum der lykischen Kultur.

 

Die gut erhaltenen Felsengräber - charakteristischstes Merkmal der Lykier - thronen bis heute als Wahrzeichen über der Stadt. Fethiye liegt in einer Bucht und ist umgeben von majestätischen Bergketten des Taurusgebirges, auf denen bis weit ins Frühjahr Schnee liegt. Die Stadt mit ungefähr 50.000 Einwohnern hat sich ihren türkischen Charme erhalten.

 

 

 

In der kleinen Altstadt gibt es eine romantische Fußgängerzone mit Efeu bewachsener Überdachung, Strassencafes und Bars. Sehenswert ist auch der Hafen und der Fischmarkt. Unweit von Fethiye wartet ein Naturwunder, eine landschaftliche Schönheit auf seine Gäste. Versteckt hinter dem Berg eröffnet sich die Bucht von Ölüdeniz mit der blauen Lagune, dem so genannten Toten Meer.

 

Türkisblaues Wasser, Pinien bewachsene Hänge und eine sportlich- entspannter Atmosphäre verleihen dem Urlaubsörtchen den Beinamen Juwel der Ägäis. Der weiße Strand ist das meist gewählte Postkartenmotiv der Türkei. Noch etwas mehr versteckt in einem Tal zwischen Fethiye und Ölüdeniz liegt das kleine Dorf Kayaköy.

 

Einst von Griechen bewohnt mussten diese nach griechisch-türkischen Streitereien abrupt das Land verlassen. Ihre Seelen blieben in den Häuserruinen zurück, die bis heute begehbar sind und um die sich zahlreiche mystische Geschichten ranken. Kayaköy ist ein Dorf von unendlicher Ruhe und Beschaulichkeit. Schildkröten grüßen am Wegesrand, Obst und Gemüse gedeiht in seiner prächtigsten Form, alte Bauersfrauen zaubern köstliche Gerichte.


Von Fethiye führt eine traumhafte Küstenstraße westlich in Richtung des Flughafens Dalaman. Ein Fotostop oberhalb der Bucht von Katranci mit Blick auf die zwölf vorgelagerten Inseln ist ein Muß.


Dalaman liegt ungefähr 45 km entfernt und beherbergt den einzigen internationalen Flughafen der Region, der nur während der Sommersaison geöffnet hat. Ganz in der Nähe von Dalaman befindet sich ein Naturschutzgebiet mit hervorragend gesundem Ökösystem. Hier nisten Störche und Wildvögel, Baumwolle gedeiht, Schildkröten legen ihre Eier an den Stränden ab.

 

 

 

Die Schönheit der immergrünen Natur verbindet sich mit der ursprünglich-traditionellen Lebensweise der gastfreundlichen Bewohner zu einer perfekten Kombination. Das Naturschutzgebiet von Dalyan ist ein großes Flußdelta, von Schilf bewachsen und mit atemberaubender Aussicht auf gut erhaltene lykische Felsengräber.

 

Das Delta mündet ins Meer und bildet an der Mündungsstelle einen lagunenartigen Sandstrand, Heimat vieler Meeresschildkröten.
Weitere 100 km entfernt liegt Marmaris, die Perle der Ägäis auf der Halbinsel Bozborun. Marmaris verfügt über den größten Jachthafen des Mittelmeeres, die Kapazität liegt bei weit über 4000 Booten, deren Segel und Masten wie ein großes Meer in den Himmel ragen.

 

Der Jachthafen wird von einer wunderschönen Altstadt umgeben. Die Burg hoch über den Dächern, einst gebaut als Schutz vor Angriffen aus dem benachbarten Rhodos, belohnt den steilen Aufstieg mit gigantischer Aussicht über die Stadt. Hinter Marmaris erstreckt sich die Halbinsel mit kleinen Wasserfällen und einem uralten Baum. Wer diesen Baum dreimal umrundet, dem erfüllen sich Träume und Wünsche. So zumindest erzählen es die Alten auf dem Dorfplatz rund um den Baum.

 

 



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